Sturmwind

Ich gehe zügig und allein
den schmalen Feldweg
immer nur nach vorn
und stürmisch weht der Wind
und zerrt an meinen Kleidern
und fegt mich fast ins Korn

Doch unbeirrt als hätte ich ein Ziel
und alles einen Sinn
stapf‘ ich durch feuchte Erde
und halte mein Gesicht
dem wütenden Gestürm
ganz unverfroren hin

Der Wind so scheint es
hat sich wohl
Hals über Kopf in mich verliebt
so wie er mich verfolgt
und fordernd er sich gibt

Mir ist als hielte er mich
zärtlich fast und beinah warm
anstelle der Naturgespielin nun
als seine freie Windsbraut
fest im Arm

Und was könnt‘ Schöneres
mir heute denn geschehen
als seine Leidenschaft zu spüren
an seiner Stärke meine Lust zu messen
und wenn er sich dann plötzlich legt
ganz ungerührt zu gehen

Momentan machen wir immer noch eine Blogarbeitspause, veröffentlichen aber von Zeit zu Zeit ein Gedicht und mit diesem wünschen wir allen einen guten Start in den Frühling. Wir freuen uns über jedes „like“ und jeden Kommentar – werden allerdings leider nicht zum Beantworten kommen.

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6 Antworten zu Sturmwind

  1. bernard25 schreibt:

    Bonjour ou bonsoir

    l’arrivée du printemps

    Le beau temps nous est promis

    Le soleil se rapproche

    Chaque jour un peu plus

    Là on se sent mieux , le moral reviens

    Certains vont jardiner

    Les arbres et les fleurs vont fleurirent

    (lilas , tulipes ,muscaris ect…)

    Nous allons respirer le bon air

    Sentir ce beau parfum de printemps

    Entendre le chant des oiseaux et voir les premières hirondelles

    Belle journée ou soirée

    Bisous Bernard

  2. Arno von Rosen schreibt:

    Deine Zeilen haben einen wundervollen tiefen Rhythmus! Danke dafür 🙂

  3. finbarsgift schreibt:

    Schön…

    Liebe Grüße zur Nacht vom Lu

  4. Martina Ramsauer schreibt:

    Ein wunderschönes Gedicht über den Wind, danke. Da ich diesen auch gerne mag, kann ich nur hoffen, dass er sich eines Tages in mich verliebt! Cari saluti Martina

    • mickzwo schreibt:

      Keine Sorgen (es dämmert schon im Garten)
      17. Februar 2011

      die kleine milde abendluft,
      die mich um fünf nach zehn besucht
      streicht mir, als wärn wir lang ein paar
      sehr zärtlich durch mein nackenhaar.
      für licht sorgen sich zwei drei sterne
      ganz oben links, so hab ich’s gerne.
      die abendluft ist sehr gesprächig
      ich lausche und bin ganz gemächlich
      vertieft in ihren lebenswandel
      in ihren ärger, lust und handel
      den sie mit den orkanen hat
      und schenke ihr ein rosenblatt.
      dann träumen wir -kurz!- von paris
      versprechen uns noch das und dies
      und trennen uns…

      (in keiner ordentlichen oder unordentlichen Bibliothek, und schon gar nicht im Buchhandel; manchmal beschleicht einen die Idee das Alles ist nur ein Film)
      Wenn dann noch irgendwo der Mond zu sehen ist….

      mick

  5. Brygi schreibt:

    Das Gedicht ist wieder wunderbar und total nach zu empfinden! Ich sehe dich vor mir mit wehendem Mantel an windgebeugten Sträuchern und Bäumen vorbei gehen….

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