Liebesglück (Gottlob Schlegelsberg)

Es ist ein sonderbares Glück
Dies seltsam schöne Liebesstück
Er liebte sie von Anfang an
Und sie verstand sein Wesen
Sie schmiegte in sein Leben sich
Als sei es nie anders gewesen.

Sie liebte ihn gleich ganz und gar
Und er sie auch mit Haut und Haar
Auch wenn manch‘ einer dem nicht traute
So störte das die beiden nicht.
Ihr Wesen war so klar und rein
So offen freundlich sein Gesicht.

Es ist ein wunderbares Glück
Wenn unbeirrt lenkt das Geschick
Ein äußerlich so ungleich‘ Paar
So traut und einvernehmlich
Durch alle Hindernisse gar
Zum Seligsein braucht’s wenig.

(G. Schlegelsberg, 1901)

bildquelle (http://img.welt.de/img/berlin/crop101191611/7419737176-ci3x2l-w540/Liebesglueck-DW-Berlin-Koenigs-Wusterhausen.jpg)
(Emil Doerstling „Preußisches Liebesglück, 1890, Deutsches Historisches Museum, Berlin)

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14 Antworten zu Liebesglück (Gottlob Schlegelsberg)

  1. LiteratPro schreibt:

    Sehr schön … Bild und Text. Die Liebe kennt keine Grenzen – vieles andere auch nicht (warum auch). Davon könnten sich einige Menschen heute ruhig etwas abschauen! LG

  2. minibares schreibt:

    Dazu gehört leider immer noch Mut.
    Aber wahre Liebe übersteht alles.
    deine Bärbel

  3. richensa schreibt:

    Wunderbare Verbindung von Bild und Wort… irgendwo habe ich die Geschichte zum Bild mal gelesen, weiß aber nicht mehr wo… Danke!

  4. WELTERBLICKEN schreibt:

    Schön! Und immer schon war es die Liebe, die …

  5. kowkla123 schreibt:

    das schöne Gedicht passt zu den Ereignissen in unserem Land und darüber hinaus, schönes Wochenende

  6. bruni8wortbehagen schreibt:

    *lächel*, welch dezenter Hinweis auf das, was ich so anders angegangen bin, das Flüchtlingsproblem, die Anfeindungen von dummen und völlig mitleidlosen Menschen gegenüber den Ärmsten der Armen, die sich hier aufgenommen fühlten und dann dieser Hass, der sich rührt
    und schürt, bis es brennt…

    Ich schäme mich, daß es solche Menschen gibt, die nicht fühlen und denken können, nur hassen und sonst nichts…

    Liebe Grüße an Dich, liebe Marlis

    • wederwill schreibt:

      Liebe Bruni,
      vielen Dank für deinen guten Kommentar. Es macht einen wirklich sehr sehr traurig, was da gerade passiert. Traurig der Krieg, das Elend in der Welt und genauso traurig die Reaktionen, die sich hier mancherorts zeigen, als kommt ein unterdrückter Groll zu Tage, der sich auch noch in eine völlig falsche Richtung lenkt, als fehlte bei manchen einfach die Aufklärung. Wohlwollen, im Kleinen wie im Großen, würde ich mir wünschen, wenn ich einen Wunsch frei hätte. Und dass der Glaube an Versöhnlichkeit, Freundlichkeit und Liebe nicht verlorengehen muss.
      Herzliche Grüße zum Abend sendet dir
      Marlis

      • bruni8wortbehagen schreibt:

        das wünsche ich mir auch von Herzen, liebe Marlis, daß uns der Glaube an Versöhnlichkeit, Freundlichkeit und Liebe nicht verloren geht!

        Liebe Grüße von mir

  7. MARANXA schreibt:

    Liebe Marlis,
    was für ein wnderbares Gedicht, das zeigt, es geht auch anders, als es derzeit die nachrichtenlage beherrscht. Im Grnde sind wir alle eins, wo zwei Herzen sich finden …
    Ich wollte, alle Herzen könnten sich finden, dann vielleicht …
    <3liche Grüsse, Xaver

    • wederwill schreibt:

      Lieber Xaver,
      wie schönn du es gesagt hast! Die Liebe kann alle Vorurteile überwinden, es wäre zu schön, wenn sich Groll und Aggression einfach legen könnten und einem Wohlwollen dem nächsten gegenüber Platz machen würden. Echtes Wohlwollen und Verständnis für den anderen!
      Ich grüße ganz herzlich aus Jena in das schöne Nürnberg und wünsche dir ein erholsames Wochenende,
      Herzlichst,
      Marlis

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