unterwegs (1977)

Du gehst die Straße
die nie enden will
auf Pflaster und Asphalt
und in dir selbst
ist alles still

nur müde setzt du Fuß vor Fuß
und blickst beschämt
durch klare Fensterscheiben.
Du hast kein Ziel vor dir
und willst am liebsten
stehen bleiben

und dennoch gehst du unbeirrt
wagst hin und wieder nur
den Blick in aufgeheizte Zimmer.
Doch grade diese satte Trautheit dort
treibt dich voran.

Ein kleiner Teil von dir
will wohl auch gerne bleiben
doch ungeachtet dessen
gehst du zügig fort.

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27 Antworten zu unterwegs (1977)

  1. annmadlene schreibt:

    Hey Ho, ich habe dich zum OneLovelyBlogAward nominiert und würde mich freuen wenn du in 7 Fakten etwas über dich erzählst. Ich wünsche dir ganz viel Spaß dabei und du kannst ja gerne auch mal meine Antwort lesen. 🙂 https://annbluntly.wordpress.com/2015/01/21/onelovelyblogaward/

    • wederwill schreibt:

      Liebe Annmadlene,
      entschuldige bitte meine/unsere verspätete Antwort – leider ist es und nicht möglich, regelmäßig die Kommentare zu beantworten, wir teilen uns in die Aufgaben und manchmal geht auch etwas unter oder wird erst verspätet erledigt 😦
      Vielen Dank für die Nominierung! Da wir aber ein Team sind, können wir uns nie entschließen, die Fragen zu beantworten – um ehrlich zu sein, wir bekommen uns da regelrecht in die Haare. Und um das zu vermeiden, enthalten wir uns dann ganz.
      Aber wir mögen deinen blog sehr sehr – wir sind ihm sozusagen rettungslos verfallen!!!

      Ganz liebe Grüße zum sich leider dem Ende zuneigenden Wochenende
      Marlis (und der Rest vom team)

  2. Das Gedicht habe ich in meinem Archiv gefunden 🙂

    Weltenwanderer

    Wenn die Dämmerung anbricht,
    durch viele Fenster schimmert
    warm das Licht –
    dann erwacht in ihm der Wunsch
    nach ruhigerem Glück.

    Sollte er sich etablieren
    und irgendwo zuhause bleiben?

    Die Sehnsucht würde ihn schon bald
    zu neuen Ufern und in ferne Welten treiben.

    bmh/1999

    Ich würde sehr gerne „unterwegs“ und „Weltenwanderer“ in meinem Blog http://spiel der Gezeiten.wordpress.com einstellen. Ist das OK?

    • wederwill schreibt:

      Natürlich, liebe Barbara, sehr sehr gern!
      Entschuldige bitte, dass ich erst jetzt antworte, zum einen hatte ich zu wenig Zeit, mich um den blog zu kümmern, zum anderen hat sich etwas mit dem Menü geändert und ich habe da so meine Mühe…
      Ich bin geehrt und freue mich sehr, wenn das Gedicht zusammen mit deinem feinen „Weltenwanderer“ gezeigt wird – es passt wunderbar!
      Allerbeste Grüße,
      Marlis

      • Spiel der Gezeiten/bmh schreibt:

        Liebe Marlis, ich freue mich sehr, die Gedichte zusammen einstellen zu können. Vielen Dank.
        Ich habe auch Schwieirigkeiten mit dem neuen Menü.
        Herliche Grüße
        Barbara

  3. giselzitrone schreibt:

    Ein schönes Gedicht bin froh froh wieder zu Hause zu sein lieber Gruß an dich Gislinde

    • wederwill schreibt:

      Späte Antwort, aber herzlicher Gruß!
      Ich wünsche dir, dass es gesundheitlich aufwärtsgeht und du das Zuhausesein genießen kannst!
      Liebe Grüße zum Sonntagabend von
      Marlis

  4. bruni8wortbehagen schreibt:

    Es erinnert mich an etwas, aber das konnte Herr Wederwill doch damals nicht wissen…

    Ein Mann, der ziellos durch die Straßen geht, so scheint es, und doch hat er Ziel, er möchte an einem Ort sein, den er sehnsuchtvoll betrachtet u. an dem er doch sehr still vorübergeht, weil er
    weiß, er ist an einem anderen Ort zuhause.
    Ein wehmütiges Gedicht, das sehr schön eine Situation einfängt. Vielleicht war es doch Herr Wederwill selbst, der da am Abend an einem besonderen Haus vorüberging u. er befreite sein Herz wenigstens schreibend, weil es sonst so unendlich schwer in seiner Brust gelegen hätte…

    Liebe nachdenkliche Grüße von Bruni

    • wederwill schreibt:

      Liebe Bruni,
      Danke für deine schönen und nachdenklichen Worte zu dem Gedicht. egal wohin wir gehen, immer wird ein kleiner Zweifel in uns bleiben, ob wir uns nicht doch auch anders hätten entscheiden sollen. Vielleicht ist es eine Sehnsucht nach verpassten Gelegenheiten, vielleicht eine Sehnsucht nach etwas Unbekanntem, vielleicht auch das sich Fügen in eine ewige Rastlosigkeit. Wer weiß es schon genau…
      Nun nähert sich schon langsam der Abend und ich grüße dich zum ausklingenden Wochenende ganz herzlich!
      Deine Marlis

  5. BOWMORE Darkest schreibt:

    Das Leben ist voller Veränderungen. Sie oder ihn werden die Schritte zu einem neuen Ziel führen. Und das alte Leben endgültig hinter sich lassen.

    • wederwill schreibt:

      egal, wie man sich entscheidet, es ist nie ganz falsch… aber immer bleibt eine kleine Sehnsucht in uns nach dem, was man zurücklässt… hinter sich lassen muss.
      Danke für den schönen Kommentar und liebe Grüße zum sich leider dem Ende neigenden Wochenende von
      Marlis

  6. frederick anderson schreibt:

    I remember doing this. Walking the streets at night was a favorite occupation at a stage of my life so accurately described in your words. Nothing but time, no sense of destination, vaguely removed from the world beyond the windows, yet part of me wanting to satisfy my curiosity. Detached maybe, but not sad. When we are young we have so much to reflect upon!

    • wederwill schreibt:

      The loneliness of wandering the empty streets at night can be so beautiful and pure. It is not easy to capture this feeling in words and we are very happy if someone knows and understands this special atmosphere!
      We are terribly sorry for answering that late but it is one thing to read something in english and another to reply (we hope you can excuse the mistakes we probably did).

      With kind regards
      Eva

  7. Genau so ist es.
    LG
    Barbara

  8. autopict schreibt:

    Schön, auch wenn eine gewisse Hoffnungslosigkeit durchschimmert.
    Aber es geht voran. So vielleicht.
    Interessanter Weise komme ich eben von einem Nachtspaziergang durchs Wohngebiet zurück. Erleuchtete Fenster, geheizte Räume, und diese Vertrautheit.
    Schönen Sonntag.

    • wederwill schreibt:

      das freut mich sehr zu lesen, dass das mit dem Spaziergang so gepasst hat!
      Und vielen Dank für den schönen Kommentar – Vertrautheit, der man aber manchmal entfliehen möchte – vielleicht und vielleicht auch nicht… wer weiß?
      Ich grüße nun (leider fast eine Woche später) ganz herzlich zurück und wünsche ein schönes Wochenende!
      Marlis

      • autopict schreibt:

        Danke dir. Die späte Antwort hat auch ihr gutes, so hab ich ein wenig in den Comments rumgestöbert.
        Aber ich hab auch manches Mal zu kämpfen, dass ich hinterherkomm….
        Schönen Sonntag.

  9. sugar4all schreibt:

    sehr sehr schön…und ich bin mitgegangen!

    • wederwill schreibt:

      oh wie mich das freut!
      mitgehen und hin und wieder verweilen – wenn wir nur immer wüssten, wann was richtig und gut für uns ist… und egal, wie wir uns entscheiden, immer wird ein bisschen Wehmut nach dem anderen in uns bleiben.
      Ich wünsche dir einen schönen Samstag und grüße ganz herzlich!
      Marlis

  10. karfunkelfee schreibt:

    Was für ein wunderbares Poem.
    Für mich klingt es nach einem Voranschreiten, ja, klar, auch…
    Doch es ist ein müdes und ein beschämtes, weil es sich traut zu sein sehnt – irgendwo einmal anzukommen.

    Einen lieben Gruß,
    von der Karfunkelfee

    • wederwill schreibt:

      Liebe Karfunkelfee, Danke für deine Worte. Voranschreiten? oder Bleiben? Wann wir us richtig entscheiden, erkennen wir manchmal nie – und es bleibt oft das Sehnen, nach dem, was wir nicht haben, verbunden mit einer undefinierbaren Sehnsucht!
      Herzliche Wochenendgrüße an dich
      sendet Dir
      Marlis

  11. S. Meerbothe schreibt:

    Das ist sehr schön. Man weiß nicht recht, ob traurig oder nicht. Eigentlich ein Gedicht, vom Voranschreiten.

    Einen schönen Abend, wünsche ich Dir!

    Deine Silvia Meerbothe

    • wederwill schreibt:

      Liebe Silvia,
      vielen Dank für deine Worte, ja – wer weiß: Traurig oder nicht? Bleiben oder gehen? Ein wehmütiger Gedanke bleibt in jedem Falle zurück, ob so oder so…
      Ich finde, der Titel passt zu DIR – „unterwegs“ … denn du bist das meist – mit Taxi, beim Sport, mit dem besten Gatten und dann mit deinen Damen oder auch mal allein… scheint eine gute, richtige Mischung zu sein bei Dir!
      Viele liebe Grüße an Dich und die Frage nach dem Befinden von Prinz Katz sendet dir
      deine Marlis Hofmann

      • S. Meerbothe schreibt:

        Vielen Dank, Marlis! Ja, unterwegs. Wohl, weil ich mich immer noch getrieben fühle.
        Danke auch für die Nachfrage bezüglich Prinz Katz. Ihm geht es gut 🙂

        Herzlichst,
        Silvia

      • wederwill schreibt:

        dann wünsch ich dir doch mal, dass du mehr und mehr zur Ruhe kommst und dann eine gute Balance findest zwischen Aktivität und Entspannung, dass du sie sowohl beim Sport als auch beim Relaxen findest 🙂

      • S. Meerbothe schreibt:

        Danke, das ist das Ziel 🙂 Aber vielleicht bin ich dazu auch gar nicht erdacht. Vielleicht gehöre ich so quirlig, lebendig, getrieben.
        Es wird sich zeigen. Gute Wünsche tun trotzdem gut 🙂

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