Der Protzpoet und die Musik (Ein Geburtstagsgruß)

Oh wie schön die Worte fließen
ergötzen will ich mich daran
immer wieder könnt‘ ich’s lesen
was da aus meiner Feder kam.

Kann es selber gar nicht fassen
soll’n das meine Worte sein?
Möcht sie gar vertonen lassen
im Geiste klingt es mir schon fein.

Glockenhell im leichten Mozartstil
soll’n die Naturgedichte klingen
ein Tenor mit Charme und viel Gefühl
könnt‘ meine Liebeslieder singen.

Marschgemäß dann das Pikante
denn nur wer seine Kunst versteht
wählt mit Bedacht das Imposante
damit kein Reiz verlorengeht!

Walzertakt wäre dann für die Katzen
denn sie tanzen doch so fein
wohlgesetzt mit sanften Tatzen
wagten sie ein Tänzelein.

Doch wie kann ich den einen finden
der meinen Worten Klang verleiht
dass Töne zur Musik sich winden
in trefflicher Vollkommenheit.

Er müsste ähnlich wie ich denken
und auch noch meinen Spaß verstehn
Verehrung würde ich ihm schenken –
ein Wunschtraum könnte in Erfüllung gehn!

Benn Wederwill, 2014

(Max Heinrich Blumentritt zum Geburtstag, 21. November 2014)

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25 Antworten zu Der Protzpoet und die Musik (Ein Geburtstagsgruß)

  1. M. bloggt schreibt:

    ein winziges bißchen sehen ich hier gerade jemanden ins Wasser blicken 😉 (natürlich augenzwinkernd)

  2. juttareichelt schreibt:

    Genau so ist es: sehr sehr schön!

  3. giselzitrone schreibt:

    Danke dir lieb ich wünsche dir einen wunderschönen Dienstag liebe Grüße von der Ahr Morgen fahren wir wieder nach Köln Gruß Gislinde

  4. bruni8wortbehagen schreibt:

    schööööööööööööööööön, liebe Marlis.
    Ich bewege mich mal kreuz und quer durch Deine Zeilen, denn ich gehe jetzt mal davon aus, daß es nicht die von Benn Wederwill sind, sie klingen mir so notenfein (*lächel leise vor mich hin)

    Ich sehe die Kätzlein Walzer tanzen, obwohl ich manchmal denke, es könnte fast ein leidenschaftlicher Tango sein, aber dann haben sie eine gänzlich andere Beschäftigung und ich höre dem Fluß Deiner Worte zu, ich lausche den gefühlvollen Liebesliedern mit großer Inbrunst und im Vers Nr. 5 halte ich ein, hör ich doch hier die Weisheit des Alters klingen, die den wirklich Alten meist schon wieder abhanden gekommen ist, aber den jüngeren etwas reifer gewordenen, denen ist sie oftmals in den Jahren entstanden und hier erkenne ich sie in ihrer Blüte, denn genau so ist es wirklich. Das Imposante zerschlägt die Innigkeit, das Gefühlvolle zieht sich schaudernd zurück, aber das Lächeln über sich selbst, das bringt es fein raus, das ist so wichtig und hier bei Dir höre ich es so gut, liebe Marlis. Ich höre Dich zwischen allen Zeilen lächeln und ich lächle so gerne mit Dir…

    Wundervolle Zeilen finde ich hier
    und lasse meine liebsten Grüße bei Dir

    • finbarsgift schreibt:

      schöner Kommi, klingt so wundervoll menschlich *lächel*
      a Grüßle an euch beide 🙂

      • wederwill schreibt:

        und ich freue mich über das „Grüßle“ und danke ganz herzlich, es tut so gut, so ein kleines, hübsches, zwischendurch… und ich schreibe nur kurz, weil ich weiß, dass Güßlesender und Schreiberin des wundervoll menschlichen „Kommis“ nicht bös‘ sind, wenn ich so verspätet und manchmal nur kurz angebunden antworte! Es tut mir leid und gerade deshalb erfreut das Grüßle mich so besonders!
        ganz liebe Samstagsabendgrüße, an dich, lieber Lu
        von Marlis

  5. giselzitrone schreibt:

    Sehr schöner Text wünsche dir eine gute glückliche Woche liebe Grüße von mir Gislinde

    • wederwill schreibt:

      Liebe Gislinde, ich antworte wahrscheinlich ein bisschen kreuz und quer auf die Kommentare und so wünsche ich dir wahrscheinlich eine Woche später ebenfalls eine schöne Woche 🙂 und sende recht herzliche Dienstagsgrüße an Dich!
      Herzlichst,
      Marlis

  6. finbarsgift schreibt:

    sehr schöne Zeilen voller Musik…
    da ertönt doch gleich Mozarts Oboenkonzert in meinem Ohr 🙂

    Herzliche Morgengrüße
    vom Lu

    • wederwill schreibt:

      Lieber Finbar,
      irgendwie hab ich mich rück- und vorwärts und kreuz-und quer und leider wahrscheinlich ohne jedes System (ein Greuel für den Mathematiker?) durch meine Kommentare geantwortet. Aber so ist es für mich gerade schön – ich werde mir nämlich jetzt, inspiriert durch deine Worte, ein bisschen Musik zum Arbeiten einlegen. Mozart habe ich leider nicht zur Hand, aber Albinoni und Oboe, das passt auch (Mozart such‘ ich mir später :-))
      Dir einen schönen Dienstag und liebe Morgengrüße,
      Marlis

      • finbarsgift schreibt:

        Die feinen Concerti grossi und Oboenkonzerte des Tomaso Albinoni sind eine gute Wahl, liebe Marlis, und mir auch sehr vertraut 🙂
        Im übrigen ist ja beim bloggen und kommentieren gerade das schöne, es so zu tun, wie’s beliebt…
        Herzliche Morgengrüße vom Lu

      • wederwill schreibt:

        Danke! Danke, ja, das stimmt. Und dennoch hätte ich gern für manche Dinge mehr Zeit. „Ein jegliches hat seine Zeit.“ (Prediger 3, 1) das passt ins Leben mehr als in Trauerreden, finde ich… und so versuche ich, das Anliegende eben als das anzunehmen, was gerade dran ist 🙂
        Auf den Morgengruß antworte ich mit einem lieben Abendgruß…
        Marlis

        Marlis

  7. minibares schreibt:

    Ein schwungvolles Gedicht.
    Jaja, die Tenöre, die können auch gut singen.
    Ich singe Alt, das ist auch oft eine angenehme Stimme.
    Ein schöner Geburtstagsgruß.
    So einer würde mir auch gefallen.

    • wederwill schreibt:

      Danke für den schönen Kommentar, jaja die Tenöre betören 🙂
      aber Alt ist IMMER eine angenehme Stimmlage (nicht nur „oft“) 🙂
      Ich hoffe, du nutzt deine schöne Alt-Stimme, vor allem in der Vorweihnachtszeit jetzt und vielleicht stimmt dann dein lieber Mann mit ein?
      Ich sende dir herzliche Samstagsgrüße und wünsche Dir -wie immer- alles alles Liebe!
      Marlis

      • minibares schreibt:

        Am kommenden Wochenende haben wir beide Tage zu singen. Samstag 50-j. Jubiläum einen netten alten Priesters, und Sonntag Adventskonzert.
        Leider kann ich nur noch bis zum A singen, eigentlich müsste ich bis zum hohen D kommen können. Aber eine chronische Kehlkopfentzündung ist dagegen.
        Ich überlege neuerdings, in den Bass zu wechseln.

      • wederwill schreibt:

        Nun ist das Konzert schon vorbei und ich hoffe, mit Erfolg und zur Freude des Jubilars ausgegangen.
        Da wünsche ich dir, dass deine Stimme noch lange „mitsingt“ und du sie nicht überstrapazierst mit zu hohen Tönen.
        Herzliche Grüße und alles Liebe!
        Marlis

  8. anudasa schreibt:

    Sehr sehr schön 🙂

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