Wenn Du nach Hause kommst (Für Nora)

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(Foto: privat)

Wenn Du nach Hause kommst

Zuerst trug ich dich immerzu nur auf dem Arm
Dann liefst du zart an meiner Hand
Ich spürte deine kleinen, lieben Finger
Und später bist du dann vornweggerannt.

Jetzt kommst du manchmal später noch als ich nach Haus
Doch nie schlaf‘ ohne einen Gruß von dir ich ein
Ich wage es erst gar nicht mir zu denken
Wie wird es später ohne dich hier sein?

Doch ich weiß es und du weisst es ja auch:
Es wird mein Herz für immer bei dir sein
Und jederzeit werd‘ ich mich sehr
Wenn du nach Hause kommst, darüber freun.

Es wird dann sein, als wärst du niemals weggewesen
Ganz freundschaftlich vertraut – obwohl verwandt
Wie stets mit uns und unser beider Seelen
Wir beide haben uns von Anfang an auf’s Innigste gekannt.

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42 Antworten zu Wenn Du nach Hause kommst (Für Nora)

  1. M. bloggt schreibt:

    Ach! Glücklich wer dichtende Eltern hat, die tatsächlich verstehen was sie da tun… 🙂 Eigentlich genau die richtige Aufmunterung bei all dem Novembergrau!

    • wederwill schreibt:

      Vielen lieben Dank für deine Worte! Sie sind mir nun Aufmunterung im Novembergrau! 🙂
      Die Tage verfliegen, die Zeit rinnt mir förmlich durch die Finger, fast muss man sagen, das Jahr neigt sich schon wieder dem Ende entgegen. Und da kommt ein kleines Innehalten bei einem so schönen Kommentar gerade recht, einfach den Augenblick zu genießen…
      Herzliche Grüße,
      Marlis

  2. versspielerin schreibt:

    wunderschöne zeilen! ❤

  3. Emily schreibt:

    Eine Liebeserklärung, die mir unter die Haut kriecht. Wunderschön!

  4. bruni8wortbehagen schreibt:

    was für ein feines Gedicht einer Mama an ihre Tochter
    und wie sehr hat sie recht:
    Ihr wart Euch sofort innig bekannt und habt Euch vorher lang schon gekannt.
    Ein Teil von ihr, das immer eines bleiben wird, das bist Du, liebe Nora

    und herzliche Grüße zum heutigen Tag an die Dichterin und ihre Tochter
    von Bruni

    • wederwill schreibt:

      Liebe Bruni, danke für deine lieben Worte an Dichterin und Geburtstagskind gerichtet! Es ist das Schönste, wenn Mutter und Tochter Freundinnen sind und bleiben und sich ihrer Liebe immer sicher sein können. Dieses Zutrauen und Vertrauen stärkt die Gewissheit – man wird sich nie verlieren!
      Herzlichst,
      Marlis

  5. Lis schreibt:

    🙂 🙂 🙂

  6. eleucht schreibt:

    Ja, genauso fühlt sich das an. 🙂
    LG, Eberhard

    • wederwill schreibt:

      Danke lieber Eberhard für den Kommentar.
      So wollen wir unseren Kindern das mitgeben, was Goethe schon so schön zusammengefasst hat
      „Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel.“
      Liebe Grüße an dich von
      Marlis

  7. nandalya schreibt:

    Jetzt weißt du warum meine Mama täglich mit mir telefoniert. 😉

    • wederwill schreibt:

      Ja die Mamas wollen immer alles wissen, wie es den Töchtern geht, geben ihre wohlmeinenden Ratschläge, was zu tun oder zu lassen ist… Und meinen es doch immerzu nur gut! 🙂
      Und ich kann dir als Ältere sagen, auch ich telefoniere noch (fast) täglich mit meiner Mama und mit der großen Tochter sowieso… und so schließt sich der (Telefon-)kreis.
      Liebe Dienstagsgrüße sendet Dir
      Marlis

  8. dunkelpoet schreibt:

    Ist ja heute leider eher so, dass es ständig Zoff gibt, zwischen Eltern und heranwachsenden Kindern. Pubertät ist keine Wonnezeit, da entsteht viel Zoff, viel Krieg in den Haushalten ..

    Einen ganz lieben Gruß hinterlässt der Sven

    • wederwill schreibt:

      Lieber Sven, danke für Gruß und Kommentar. Ja, die Pubertät – für Eltern und Kind eine schwierige und doch interessante und aufregende Zeit, die Feingefühl und Verständnis (von beiden Seiten) erfordert.
      Und vielleicht sollte man sich als Älterer an Goethe halten und erinnern, um besser zu verstehen…
      „Sag nur, wie trägst Du so behaglich
      der tollen Jugend anmaßliches Wesen?
      Fürwahr, sie wären unerträglich,
      wär ich nicht auch unerträglich gewesen“

      Herzliche Dienstagsgrüße sendet
      Marlis

      • dunkelpoet schreibt:

        Für alles gibt es ein Zitat, aber in der speziellen Situation, in der unverstandenen Notsituation des Heranwachsenden helfen Zitate leider nicht. Immer wieder lese ich in Blogs, dass die Eltern ihre Sprößlinge nicht wirklich kennen und mancher Jüngere führt ein Doppelleben, macht gute Miene zum bösen Spiel und lächelt nach außen, wo er nach innen weint. Was „Konfuzius sagen“ passt da leider oft nicht in spezielle Situation. Man hilft keinem mit dem Zitat eines toten Dichters oder Weisen ..

        Lieben Abendgruß gute Marlis ❤

      • wederwill schreibt:

        Lieber Dunkelpoet, auch ich mag die oft platten (um nicht zu sagen klugscheißerischen) Zitate nicht übermäßig und die des von mir zitierten toten Dichters im speziellen gerade besonders nicht – das gebe ich zu. Nur aus der Sicht der Mutter gesehen, passt es in meinen Augen diesmal gut, sich im Umgang mit den Kindern doch immer wieder die eigenen Verhaltens- und Denkweisen von früher in Erinnerung zu rufen. Das gerade führt doch zu besserem Verständnis, meinst du nicht?
        Aber insgesamt stimme ich dir voll und ganz zu: Mit einem salbungsvollen Spruch ist in der Regel keinem geholfen…
        Liebe Abendgrüße an Dich von
        Marlis

      • dunkelpoet schreibt:

        Dem Fragenden helfen diese schönen und wertvollen und wichtigen Sinnsprüche nicht, aber dem Blinden, dem in seinem Handeln Verfangenen, können sie als liebgemeinter Wink mit dem berühmten Zaunpfahl eine Anregung zum Weiterdenken sein. Ich wollte eigentlich auch nur signalisieren, dass nicht ich diesen Wink brauche, der immer auf Seiten der Schwächeren und Unterdrückten steht. Danke für deine kluge Antwort. Ich freue mich sehr darüber. 🙂

      • wederwill schreibt:

        Dass Du nicht solche Gednkenanregungen brauchst, sondern sie eher gibst, merkt man an deinen Beiträgen und poetischen Worten! Ich lese gern auf deinem blog, mag die Courage für Schwächere, die jeden Tag ganz konkret im Alltagsleben von Nöten ist – im Kleinen wie im Großen!
        Ich grüße Dich ganz herzlich und wünsche Dir eine gute Woche!
        Herzlichst,
        Marlis

  9. giselzitrone schreibt:

    Einen schönen Mittwoch ein sehr schönes Gedicht alles liebe für dich Gislinde

  10. traeumerleswelt schreibt:

    genau so ist es ! Meine Mädels sind schon lange aus dem Haus, aber wir sind die besten Freundinnen 🙂

    • wederwill schreibt:

      ja die Mädels! ich hab drei „Tochterfreundinnen“, eine ist schon entflogen, die zweite macht sich startklar und die dritte lässt sich hoffentlich noch ein bisschen Zeit…
      Herzliche Abendgrüße sendet dir
      Marlis

  11. anudasa schreibt:

    Ein sehr sehr schönes Gedicht 🙂

    • wederwill schreibt:

      vielen Dank, ich hoffe doch sehr, der Froschi kommt immer pünktlich nach Hause und nicht spätnachtens 🙂

      liebe Montagabendgrüße,
      Marlis

      • anudasa schreibt:

        Liebe Marlis,
        er ist ein Hausfrosch und kein Rumtreiber.
        Irgendjemand muss sich ja um den Haushalt kümmern;-)

        Sei auch ganz lieb von uns gegrüßt 🙂
        Froschi und Anudasa

  12. wildgans schreibt:

    Auch be-/getroffen von den für alle Eltern passenden Worten!

  13. eckisoap schreibt:

    das triffts auf den punkt genau. und schürt das vermissen.
    herzliche grüße

  14. sugar4all schreibt:

    wirklich wunderschön!!! DANKE!

  15. saetzebirgit schreibt:

    Oh…ist das schön! Habe heute, weil Grippekränkelnd, eh schon nah am Wasser gebaut – da ist gerade bei diesem Gedicht der Damm gebrochen.

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