I forgot to remember to forget

Angst habe ich nur vorm Vergessen
das irgendwann es ist
als sei es niemals gewesen
dass man Gelebtes vergisst

Die Liebe und die Treue
das Freuen und den Schmerz
Erfolge und Niederlagen
unser Fühlen ganz tief im Herz

Ich weiß nicht wie es später
mit meinem Denken ist
stell dir mal vor wie das wäre
wenn man auch das Vergessen vergisst

(Benn Wederwill, 2013)

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17 Antworten zu I forgot to remember to forget

  1. bmh schreibt:

    Im Alter hat es doch auch Vorzüge, sich nicht an alles erinnern zu müssen.
    Es vereinfacht das Leben .. meine ich. 😉

    • wederwill schreibt:

      Das trifft es, liebe Barbara, das Vergessen kann ebenso eine Gnade sein! Manchmal sogar würde man sogar gern und kann nicht…
      🙂

      Ganz liebe Grüße an Dich aus dem herbstlichen Jena,
      Marlis

  2. mannedante schreibt:

    Vielen Dank! Es ist wie es ist! Last uns versuchen unsere Würde zu erhalten! Viele Grüße M.

    • wederwill schreibt:

      Ja, es ist wie es ist und wie Barbara (bmh) auch schreibt, manchmal hat das Vergessen auch seine Vorzüge. Wichtig ist tatsächlich, die Würde zu bewahen und wenn es sich glücklich fügt, dann verlieren wir auch den Humor nicht – weder unter Demenzbedingungen, noch, wenn es gerade mal nicht so läuft, wie es laufen könnte 🙂
      Liebe Grüße, Marlis

  3. minibares schreibt:

    Es passiert öfter, als wir mitbekommen.
    Aber es kann uns genau so treffen, wie du schreibst. so weit sind wir nicht davon entfernt.

    • wederwill schreibt:

      tatsächlich, oftmals bleibt die ängstliche Frage, was man alles noch weiß und was man tatsächlich vergessen hat. Und das reicht mir schon ganz ohne Demenz. Mir fällt genügend ein, was ich eigentlich gar nicht mehr weiß…
      Liebe Grüße zum Samstag!
      Marlis

  4. Gabryon schreibt:

    Leider ist dies Wirklichkeit bei Demenzkranken…

    • wederwill schreibt:

      tatsächlich immer öfters eine traurige Realität des Älterwerdens, für die Betroffenen mindestens so schwer, wie für die, die es mit ansehen…
      Liebe Herbstgrüße zum Samstagmittag,
      Marlis

      • Gabryon schreibt:

        Gegen die Krankheit kann man nicht viel tun aber gegen die Zustände, denen die Kranken und die Angehörigen ausgeliefert sind schon.

  5. eckisoap schreibt:

    leise klingt es nach …:-)

  6. Twisted Mind schreibt:

    Die Dinge die man einmal wirklich geliebt, vergisst man glaube ich, NIE

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