über einen Traum (Blanche Marais)

Fremd war uns das Zimmer, doch noch fremder war ich dir
an jenem Morgen, den du gewiss schon längst vergessen
doch unvergessen bleibt er mir

Der Wind war kühl, du spürtest’s nur als Hauch
denn deinen Kopf barg ich in meinem Arm
der Traum war kurz – kurz war die Liebe auch

und Ulla Keienburg (http://ullakeienburg.wordpress.com/) vervollkommnet den Beitrag mit den passenden Worten

Der Traum kann mehr,
wenn Liebe täuscht – schwer
wiegt dann der Arm,
anders als warm.
Fremd wiegt,
Wenn Wirklichkeit siegt.

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19 Antworten zu über einen Traum (Blanche Marais)

  1. finbarsgift schreibt:

    ach ja, die liebe…

  2. bruni8wortbehagen schreibt:

    ein wunderschönes Poem, eines, das mehr aussagt, als es auf den ersten Blick scheint…
    Blanche Marais war mir bisher fremd. Aber es gibt so viele gute, die ich nicht kenne und doch kenne ich schon viele und immer wieder kommen welche dazu. So wie hier…
    Ihre letzte Zeile wäre bei mir so gewesen:
    der Traum war kurz – die Liebe auch

    Lächelnde Grüße von Bruni

    • bruni8wortbehagen schreibt:

      ach, das habe ich eben leider vergessen:
      Die Ergänzung von Ulla Keienburg finde ich sehr gut gelungen. Gefällt mir

      • benn wederwill schreibt:

        lächelnde, liebe Grüße zurückgesendet an Dich! B. Marais ist noch ziemlich jung, ich kenne sie sehr gut und mag das Schwärmerische an ihren Gedichten…
        Marlis

  3. ullakeienburg schreibt:

    Hat dies auf Ulla Keienburg s Blog rebloggt und kommentierte:
    Im Dialog mit Benn Wederwill 🙂

  4. SalvaVenia schreibt:

    Warum nur erinnert man sich immer wieder an so etwas?

    • benn wederwill schreibt:

      wahrscheinlich, weil es schön und traurig zugleich ist und wir uns nach der Wehmut genauso sehnen wie nach dem Fröhlichsein?

      • SalvaVenia schreibt:

        Das ist ein guter Ansatz.

      • wederwill schreibt:

        „Wenn ich mir was wünschen dürfte, käm ich in Verlegenheit
        was ich mir denn wünschen sollte, eine schlimme oder gute Zeit.
        Wenn ich mir was wünschen dürfte, möcht ich etwas glücklich sein
        denn sobald ich gar zu glücklich war, hätt ich Heimweh
        nach dem Traurigsein“ ob Holländer damit recht hat? Tja…

  5. Sehr schön das Gedicht, wünsche dir einen schönen Abend liebe Grüße Gislinde

  6. ullakeienburg schreibt:

    Der Traum kann mehr,
    wenn Liebe täuscht – schwer
    wiegt dann der Arm,
    anders als warm.
    Fremd wiegt,
    Wenn Wirklichkeit siegt.

    Einen schoenen Abend. Ulla

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