verlassen (Johann Ephraim Triesnitz, 1912)

Es peitschen uns oft Ängste,
die wir gar noch nicht kennen
die in unserm Innern ruhn
aufstehn in der dunklen Stunde
und in unsre Seele treten
um ihr düstres Wesen dann
auszuschütten und zu gießen
in unsern wackligen Verstand

Oh Hölle dieser Angstgedanken
wie kann ich ihr entrinnen
Kann mein sturmgeplagtes Herz
still und friedvoll werden
ob die Morgen kommen licht
mit stiller Dämmrungsfreude
kann ich darauf hoffen? Nein!
denn mein einzger Ruhepol-
kann die Nacht nur sein

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5 Antworten zu verlassen (Johann Ephraim Triesnitz, 1912)

  1. Wenn nachts der Alp Mir auf dem
    Busen sitzt die Kehle schnürt
    Und nackte Angst der Seele Flügel stutzt
    Spring Ich mit einem Schrei empor
    Und laße all die Gespenster vor
    Mir stramm erstehn schau jedem
    Ruhig ins fratzenhafte Angesicht
    Bis sie zu Nebeln im Mörgenröten
    Fliehn und gebe Ihnen Namen
    Jedem klar und scharf betont
    Der Amtmann und der Vorgesetzte
    Die Frau die längst schon kalt und harm
    Dem Götzen der Sich Gott vernannte
    Das Leiden Mir Bewusstsein ward
    Und seh im ersten Sonnenstrahle
    Das Ende all der Seelenqualen
    Froh erleichtert Neu erquickt
    entfliehn

    danke
    Dir Marlis
    Joachim von Herzen

  2. M. bloggt schreibt:

    Mir bisweilen aus der Seele gesprochen!

  3. Chojin Bain schreibt:

    Sehr treffend und schön! 🙂

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