schwere Gedanken (Ruprecht Gründgen, 1933)

ungebeten wie die Sorgen
kommen schwere Gedanken oft
keiner kann dem leicht entrinnen
sie überfallen, plagen
unverhofft

fressen so an unseren Nerven
und vergällen uns den Tag
lassen uns des nachts nicht schlafen
jagen Angst uns ein
wie ein Donnerschlag

rütteln sie an unserem Glauben
machen uns malade
werden gehn bei hellem Licht
doch dieses fehlt gerade

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4 Antworten zu schwere Gedanken (Ruprecht Gründgen, 1933)

  1. jpfotenhauer schreibt:

    Hat dies auf Joachim Pfotenhauer rebloggt und kommentierte:
    schwere Gedanken kommen uns wohl gerade jetzt im Moment….. leider irgendwie ziemlich aktuell….

  2. bedibe schreibt:

    schwere Gedanken mit fehlendem Licht und Abendgedanken mit „dunklen Sternen“ und die Angst des Verlassenwerdens oder des Verlassenseins (?) können schon ganz schön schwermütig stimmen…. Hoffen wir doch auf das Licht des Frühlings!
    Es grüßt
    Benedikt

  3. finbarsgift schreibt:

    klasse, deine schweren Gedanken!
    meine abendgedanken sind auch eher schwer…
    aber ich glaube, wir treffen uns poetisch
    irgendwo gedanklich in der
    goldenen Schnittmenge…
    LG vom Lu

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